![]() |
SV Buchonia Flieden II - SG Kerzell | ![]() |
| 2 : 4 | ||
| 03.10.2026, 16:30 Uhr 1.Mannschaft - Punktspiel Saison 2026/2027 |
Spielbericht
Stephan Depta
Helvetia gewinnt starkes Spiel in Flieden
Wer am Samstag den Weg zum Fliedener Oktoberfest gescheut hat, dürfte es bereut haben. Denn er verpasste ein hervorragendes Kreisoberliga-Spiel vor toller Kulisse. Zunächst gewann die erste Mannschaft der Buchonia gegen Vellmar, das Nachspiel durfte anschließend unsere Helvetia bestreiten.
Der Platz in Flieden war in hervorragendem Zustand, das Wetter passte und nachdem Vogelsberg am Freitagabend gegen Lauter nicht über ein 1:1 hinausgekommen war, sollte es für die SGK der perfekte Samstagnachmittag werden.
Die Partie begann direkt rassig. Es entwickelte sich ein schnelles Spiel, in dem Flieden in den ersten 15 Minuten Vorteile hatte, ohne sich allerdings große Torchancen herauszuspielen. Die Helvetia verlor die Bälle in dieser Phase zu schnell und hatte dadurch Probleme, selbst besser ins Spiel zu kommen.
Nach rund 20 Minuten änderte sich das. Die SGK wurde sicherer und kam zu den ersten kleineren Möglichkeiten. Gerade Luis Heiner machte auf der rechten Seite ein starkes Spiel, setzte sich immer wieder durch und konnte viele Bälle festmachen. Auf beiden Seiten waren die Torhüter zur Stelle: Maximilian Fritz im Kasten der Buchonen und Petrit Budakova bei der Helvetia parierten alles, was auf ihr Tor kam.
Kurz vor der Pause hatte Flieden noch einmal eine bessere Phase. Vor allem über die beiden erfahrenen und abgezockten Torjäger Nikolco Gorgiev und Kevin Muth blieb die Buchonia jederzeit gefährlich. Doch auch die Helvetia kam nun zu ihren besten Aktionen. Einen Hammer von Mikael Avanesjan parierte Fritz mit beiden Fäusten.
Dann folgten kurz vor der Halbzeit gleich zwei Aufreger. Zunächst wurde Luis Heiner auf die Reise geschickt und vom letzten Mann gefoult. Luis blieb auf den Beinen, konnte den Ball anschließend aber nicht mehr im Tor unterbringen.
Wenig später setzte sich Luis hinten links stark durch und spielte den Ball auf Mika Avanesjan. Mika hob die Kugel über die Fliedener Abwehr, Jonas Kreß machte sich auf und davon und tauchte allein vor Fritz auf. Jonas behielt die Nerven und schob zur Führung ein. Der Fliedener Keeper reagierte noch bärenstark und bekam seinen Fuß an den platzierten Abschluss – verhindern konnte er das 0:1 aber nicht mehr.
Mit der knappen Führung ging es in die Pause.
Wer die erste Halbzeit bereits unterhaltsam fand, bekam nach dem Seitenwechsel noch mehr geboten. Die Partie blieb schnell und intensiv. Nach rund 60 Minuten machte sich bei der Helvetia allerdings die Krankheitswelle der vergangenen Tage bemerkbar. Die ersten Beine wurden schwer und Flieden übernahm in dieser Phase wieder mehr vom Spiel.
Folgerichtig fiel der verdiente Ausgleich. Nikolco Gorgiev wurde am Strafraum angespielt und drehte sich trotz enger Bewachung von Paul Birkenbach stark um seinen Gegenspieler. Paul bekam beim Abschluss noch einen Fuß dazwischen, fälschte den festen Schuss dadurch aber unhaltbar genau ins Eck ab. Ein schönes Tor des Ex-Kerzellers, der scheinbar besonders gerne gegen die Helvetia trifft.
Die Freude auf Fliedener Seite hielt allerdings nicht lange. Die SGK reagierte mit einem Doppelwechsel, Kristian Matijevic und Paul Breitenbach kamen in die Partie – und nur fünf Minuten später führte Kerzell wieder.
Jonas Kress wurde von außen angespielt und ließ den Ball direkt mit dem Außenrist als Heber über die Abwehr in den Lauf von Mika Avanesian klatschen. Mika umspielte Fritz und schob zum 1:2 ein. Ein richtig stark herausgespielter Treffer.
Wiederum nur fünf Minuten später, in der 73. Minute, legte die Helvetia nach. Mika Avanesian öffnete das Spiel mit einem starken Ball auf Paul Breitenbach. Paul brachte die Kugel direkt und scharf vor das Tor an den zweiten Pfosten. Dort war Jonas Kreß durchgelaufen und drückte den Ball aus wenigen Metern zum 1:3 über die Linie. Doppelpack für Jonas und erneut ein klasse Tor nach einer tollen Vorlage von Paul.
Riesenjubel im Lager der Helvetia und kurzzeitig die Hoffnung, dass die Partie nun entschieden sein könnte.
Doch nur zwei Minuten später folgte bereits die nächste Abkühlung. Ein langer Ball landete bei Nicolce Gorgiev, der sich sehr robust und mit viel Körpereinsatz gegen Paul Birkenbach durchsetzte und anschließend vor Petrit Budakova eiskalt blieb – nur noch 2:3.
Vier Tore innerhalb von gerade einmal zwölf Minuten. Wahnsinn.
Flieden warf nun alles nach vorne. Die Helvetia spielte die Schlussphase allerdings clever, holte immer wieder Einwürfe und Freistöße heraus und blieb gleichzeitig selbst gefährlich.
In der 85. Minute fiel schließlich die Entscheidung. Benedict Reith wurde auf die Reise geschickt und lief allein auf Maximilian Fritz zu. Statt selbst abzuschließen, legte Bene quer auf Mika Avanesian, der nur noch zum 2:4 einschieben musste.
Fazit: Ein tolles Spiel für die Zuschauer. Es ging hin und her, beide Mannschaften spielten nach vorne und es fielen viele Tore. Die Helvetia investierte wie immer sehr viel, was sich Mitte der zweiten Halbzeit aufgrund der vergangenen Krankheitswelle auch konditionell bemerkbar machte.
Erneut zeigte sich aber, wie stark die SGK auch von der Bank besetzt ist. Die Einwechselspieler brachten sofort neue Energie und Qualität ins Spiel. Jeder, der momentan reinkommt, kann das Niveau halten oder sogar noch einmal anheben. Sicherlich auch ein Grund dafür, warum die Helvetia so viele Spiele in der zweiten Halbzeit für sich entscheidet.
Der jungen Fliedener Mannschaft war dabei überhaupt kein Vorwurf zu machen. Die Buchonia spielte stark und verlangte der SGK einiges ab. Kerzell war an diesem Nachmittag aber den Tick besser und reifer und gewann deshalb verdient – wenn auch vielleicht ein Tor zu hoch.
Wer am Samstag den Weg zum Fliedener Oktoberfest gescheut hat, dürfte es bereut haben. Denn er verpasste ein hervorragendes Kreisoberliga-Spiel vor toller Kulisse. Zunächst gewann die erste Mannschaft der Buchonia gegen Vellmar, das Nachspiel durfte anschließend unsere Helvetia bestreiten.
Der Platz in Flieden war in hervorragendem Zustand, das Wetter passte und nachdem Vogelsberg am Freitagabend gegen Lauter nicht über ein 1:1 hinausgekommen war, sollte es für die SGK der perfekte Samstagnachmittag werden.
Die Partie begann direkt rassig. Es entwickelte sich ein schnelles Spiel, in dem Flieden in den ersten 15 Minuten Vorteile hatte, ohne sich allerdings große Torchancen herauszuspielen. Die Helvetia verlor die Bälle in dieser Phase zu schnell und hatte dadurch Probleme, selbst besser ins Spiel zu kommen.
Nach rund 20 Minuten änderte sich das. Die SGK wurde sicherer und kam zu den ersten kleineren Möglichkeiten. Gerade Luis Heiner machte auf der rechten Seite ein starkes Spiel, setzte sich immer wieder durch und konnte viele Bälle festmachen. Auf beiden Seiten waren die Torhüter zur Stelle: Maximilian Fritz im Kasten der Buchonen und Petrit Budakova bei der Helvetia parierten alles, was auf ihr Tor kam.
Kurz vor der Pause hatte Flieden noch einmal eine bessere Phase. Vor allem über die beiden erfahrenen und abgezockten Torjäger Nikolco Gorgiev und Kevin Muth blieb die Buchonia jederzeit gefährlich. Doch auch die Helvetia kam nun zu ihren besten Aktionen. Einen Hammer von Mikael Avanesjan parierte Fritz mit beiden Fäusten.
Dann folgten kurz vor der Halbzeit gleich zwei Aufreger. Zunächst wurde Luis Heiner auf die Reise geschickt und vom letzten Mann gefoult. Luis blieb auf den Beinen, konnte den Ball anschließend aber nicht mehr im Tor unterbringen.
Wenig später setzte sich Luis hinten links stark durch und spielte den Ball auf Mika Avanesjan. Mika hob die Kugel über die Fliedener Abwehr, Jonas Kreß machte sich auf und davon und tauchte allein vor Fritz auf. Jonas behielt die Nerven und schob zur Führung ein. Der Fliedener Keeper reagierte noch bärenstark und bekam seinen Fuß an den platzierten Abschluss – verhindern konnte er das 0:1 aber nicht mehr.
Mit der knappen Führung ging es in die Pause.
Wer die erste Halbzeit bereits unterhaltsam fand, bekam nach dem Seitenwechsel noch mehr geboten. Die Partie blieb schnell und intensiv. Nach rund 60 Minuten machte sich bei der Helvetia allerdings die Krankheitswelle der vergangenen Tage bemerkbar. Die ersten Beine wurden schwer und Flieden übernahm in dieser Phase wieder mehr vom Spiel.
Folgerichtig fiel der verdiente Ausgleich. Nikolco Gorgiev wurde am Strafraum angespielt und drehte sich trotz enger Bewachung von Paul Birkenbach stark um seinen Gegenspieler. Paul bekam beim Abschluss noch einen Fuß dazwischen, fälschte den festen Schuss dadurch aber unhaltbar genau ins Eck ab. Ein schönes Tor des Ex-Kerzellers, der scheinbar besonders gerne gegen die Helvetia trifft.
Die Freude auf Fliedener Seite hielt allerdings nicht lange. Die SGK reagierte mit einem Doppelwechsel, Kristian Matijevic und Paul Breitenbach kamen in die Partie – und nur fünf Minuten später führte Kerzell wieder.
Jonas Kress wurde von außen angespielt und ließ den Ball direkt mit dem Außenrist als Heber über die Abwehr in den Lauf von Mika Avanesian klatschen. Mika umspielte Fritz und schob zum 1:2 ein. Ein richtig stark herausgespielter Treffer.
Wiederum nur fünf Minuten später, in der 73. Minute, legte die Helvetia nach. Mika Avanesian öffnete das Spiel mit einem starken Ball auf Paul Breitenbach. Paul brachte die Kugel direkt und scharf vor das Tor an den zweiten Pfosten. Dort war Jonas Kreß durchgelaufen und drückte den Ball aus wenigen Metern zum 1:3 über die Linie. Doppelpack für Jonas und erneut ein klasse Tor nach einer tollen Vorlage von Paul.
Riesenjubel im Lager der Helvetia und kurzzeitig die Hoffnung, dass die Partie nun entschieden sein könnte.
Doch nur zwei Minuten später folgte bereits die nächste Abkühlung. Ein langer Ball landete bei Nicolce Gorgiev, der sich sehr robust und mit viel Körpereinsatz gegen Paul Birkenbach durchsetzte und anschließend vor Petrit Budakova eiskalt blieb – nur noch 2:3.
Vier Tore innerhalb von gerade einmal zwölf Minuten. Wahnsinn.
Flieden warf nun alles nach vorne. Die Helvetia spielte die Schlussphase allerdings clever, holte immer wieder Einwürfe und Freistöße heraus und blieb gleichzeitig selbst gefährlich.
In der 85. Minute fiel schließlich die Entscheidung. Benedict Reith wurde auf die Reise geschickt und lief allein auf Maximilian Fritz zu. Statt selbst abzuschließen, legte Bene quer auf Mika Avanesian, der nur noch zum 2:4 einschieben musste.
Fazit: Ein tolles Spiel für die Zuschauer. Es ging hin und her, beide Mannschaften spielten nach vorne und es fielen viele Tore. Die Helvetia investierte wie immer sehr viel, was sich Mitte der zweiten Halbzeit aufgrund der vergangenen Krankheitswelle auch konditionell bemerkbar machte.
Erneut zeigte sich aber, wie stark die SGK auch von der Bank besetzt ist. Die Einwechselspieler brachten sofort neue Energie und Qualität ins Spiel. Jeder, der momentan reinkommt, kann das Niveau halten oder sogar noch einmal anheben. Sicherlich auch ein Grund dafür, warum die Helvetia so viele Spiele in der zweiten Halbzeit für sich entscheidet.
Der jungen Fliedener Mannschaft war dabei überhaupt kein Vorwurf zu machen. Die Buchonia spielte stark und verlangte der SGK einiges ab. Kerzell war an diesem Nachmittag aber den Tick besser und reifer und gewann deshalb verdient – wenn auch vielleicht ein Tor zu hoch.

